How to rig

Wie werden die verschiedenen Gewichte und Köder gefischt?

Die hier erklärten Montagen/Rigs zeigen dir auf, wie unsere Gewichte und Köder gefischt werden. Wir fischen hauptsächlich so, was aber nicht bedeuten soll, dass es die einzig wahre Methode ist. Finde deinen eigenen Weg zum Fisch. Als Hilfestellung und zum Anfangen machst du so jedoch nichts falsch.

 
1. Jig Head

Unsere Jighaken sind mit einem speziellen, von uns neu konzipierten, "Baitholder" ausgestattet. Dieser hält den Köder an Ort und Stelle und beschädigt diesen deutlich weniger als herkömmliche Köderhalter.

Zieh den Softbait immer gerade auf den Haken, so wie auf dem Beispielbild ersichtlich. Des Weiteren muss die Hakenspitze soweit herausragen, dass der Fisch sauber gehakt werden kann.

Siehe dazu auch im Kapitel "Wie montiere ich den Softbait korrekt auf den Haken" nach.

Der Jig Head kann unterschiedlich gefischt werden. Beim Hechtfischen wird der Köder oftmals nur ausgeworfen, auf die gewünschte Tiefe sinken gelassen und dann eingeleiert. Zwischendurch kurze Pausen oder kleine Beschleunigungen erhöht den Reiz des Köder.

Beim Egli- und Zanderfischen (auch Hechte und andere räuberischen Freunde können dabei einsteigen) wird oft gefaulenzt. Dabei wird der Köder ausgeworfen und auf den Grund sinken gelassen. Mit einer oder mehreren schnellen Kurbelumdrehungen wird der Köder angehoben und schwebt dann zurück auf den Grund. Die Bisse kommen zu 90% in dieser Absinkphase, daher ist es wichtig, dass die Schnur immer gespannt bleibt. Sobald der Köder wieder den Grund erreicht hat, animiert man diesen erneut mit Kurbelumdrehungen.

 

Wie erkennst du, dass der Köder am Grund ist? Ganz einfach, die Schnur erschlafft. Daher ist es wichtig, den Jig Head so schwer zu wählen, dass stetiger Köderkontakt garantiert ist. Teilweise stehen die Fische auf langsam sinkende Köder. In diesem Fall wird so schwer wie nötig, jedoch so leicht wie möglich gefischt. Umgekehrt kann an anderen Tagen auch ein schwerer Jig Head mit einer schnellen Absinkphasen den Schalter bei Egli&Co umlegen. Zusätzlich kannst du den Köder auch mit der Rute animieren, das sogenannte Jiggen. Vom Ablauf her genau gleich wie das Faulenzen, einfach mit einer aktiven Rutenbewegung. Diese Methode kann am Grund, wie auch im Freiwasser gefischt werden.

 
2. Carolina- und Texasrig

Wären diese Montagearten hier erfunden worden, würden sie wohl Winti- oder Bernrig heissen. Aber sind sie eben nicht. Nicht nur weil Winterthur leider keinen See hat, sondern weil die Nordamerikaner sich schon auf das Bassfischen mit Kunstköder konzentrierten, als wir noch Würmer zum Baden ausführten.

Die Rigs wurden hierzulande ebenfalls erfolgreich adaptiert und werden auf unsere heimischen Räuber eingesetzt, allen voran den Egli und Zander.

Das Gewicht ist bei dieser Montageart losgelöst vom Köder, der dadurch verzögert präsentiert werden kann. Sobald das Gewicht den Gewässergrund erreicht hat, taumelt der Köder verführerisch hinterher. Der Unterschied zwischen dem Texas- und Carolinarig besteht darin, dass die Distanz zwischen Köder und Gewicht beim Carolinarig grösser ist. Dadurch wird eine noch längere Schwebephase erreicht.

In Verbindung mit einer Glasperle wird unter Wasser das Rig-typische "Klick"-Geräusch erzeugt. Sind die Räuber in deinem Gewässer bereits vorgewarnt, wenn sie dieses Geräusch hören? Dann lass die Glasperle einfach weg und versuche es erneut. Teilweise bringen die kleinen Unterschiede die grossen Fische.

 

Wir fischen das Rig zu 90% am Offset-Haken, dadurch kann mitten durch das Kraut gefischt und die Hängergefahr minimiert werden.

Achtung: Achte dabei darauf, dass der Offset-Haken genügend Freiraum hat, um den Fisch sicher zu haken. Siehe dazu auch im Kapitel "Wie montiere ich den Softbait korrekt auf den Haken" nach.

Natürlich kann der Köder auch an einem normalen Haken präsentiert werden. Um eine Beschädigung des Knotens zu verhindern, kann eine Gummiperle, bzw. ein Stopper vor den Wirbel (beim C-Rig) oder vor den Haken (beim T-Rig), angebracht werden.

Carolina Rig

creature bait

action shad

Texas Rig
 
3. Cheburashka

Die Besonderheit beim Cheburashka (auch Chebu, Bottom- oder Flex-Jig gennant) liegt darin, dass das Gewicht und der Haken keine starre Achse bilden. Eigentlich ist das Cheburashka ein einfacher Jig Head zum einhängen, denn das Gewicht und der Haken sind über eine Metallklammer beweglich miteinander verbunden und damit enorm flexibel.

Daraus ergeben sich durchaus einige Vorteile zum bekannten, herkömmlichen Jig Head.

Du bestimmst welcher Haken gefischt wird. Weshalb ist das wichtig? Gerade bei kleinen Ködern ist es teilweise schwierig genügend schwere Jig Heads mit kleinen Haken zu finden, um beispielsweise überbleit im Freiwasser auf Eglis zu jiggen (wir als bleifreie Firma suchen auch noch nach gewissen angepassten bleifreien Wörtern). Dies ist mit dem Chebu problemlos möglich.

Du willst mitten im Kraut oder sonst hängerträchtigem Gewässer fischen? Hänge einfach ein Offset-Haken ein.

Zudem kannst du das Gewicht varieren, ohne jedesmal den Köder neu auf den Haken aufzuziehen und diesen damit zu beschädigen. Einfach die Metallklammer entfernen, bisheriges Gewicht weg, Neues wieder montieren, fertig..

Kopfgewichte und Ködergrössen sind damit also frei kombinierbar und können jeweils direkt auf die vorliegenden Gegebenheiten abgestimmt werden.

Sehr geeignet ist das Chebu in Kombination mit sogenannten "no action" Shads und diversen Creaturebaits. Die flexible Verbindung lässt die Köder unter Wasser noch verführerischer spielen.

Auch für das oben genannte Freiwasserjiggen mit normalen "action" Shads kann das Chebu hervorragend eingesetzt werden. Beim Jiggen über Grund mit Einzelhaken und einem "action" Shad ziehen wir persönlich in den meisten Fällen wieder den herkömmlichen Jig Head vor. Vieles macht auch das Vertrauen und die Erfahrung aus. Probiere es aus, die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt mit diesem Rig.

 
4. Drop Shot

Das fantastische an diesem Rig ist, dass man den Köder sehr lange an einem Hotspot anbieten kann. Bei anderen Methoden macht man meist viel Strecke. Wenn man die Fische gefunden hat, kann man mit dieser Methode jedoch an Ort und Stelle und damit in der fängigen Zone weiterfischen. Damit überlistest du auch inaktive Fische.

Stell dir vor du hast keine Lust auf Süssigkeiten. Wenn sich diese aber ständig vor deiner Nase auf und ab bewegen wirst du doch auch schwach, nicht?

Da der Köder ortsgenau angeboten wird, ist ein sogenannter "no-action" Shads ein klassischer Köder für das Dropshot fischen (Gummifisch ohne Schaufelschwanz).

Wir bringen die Bewegung in den Köder, nicht der Köder selbst durch den Wasserdruck. Wie mache ich das?

Wirf an die gewünschte Stelle oder lass den Köder direkt vor dir nach unten sinken (Bsp. bei Steganlagen oder vom Boot). Anschliessend spannst du die Schnur soweit, dass du wieder direkten Kontakt mit dem Gewicht hast. Jetzt kannst du mit leichten Bewegungen der Rute den Köder animieren. Teilweise sind es nur feine Zupfer oder das Heben und Senken der Rutenspitze, welche die Fische zum Biss verleiten. Vergiss nicht dazwischen Pausen zu machen.

Überlege dir immer, wie hoch über dem Grund du fischen möchtest und stelle das Gewicht vorgängig so ein. Die Öse wurde extra so konzipiert, dass du in der Tiefe variieren kannst. Einfach Gewicht aushängen und an der gewünschten Stelle wieder einklemmen.

Weshalb verschiedene Formen? Natürlich kann mit jeder Form überall gefischt werden, es gibt jedoch je nach Form gewisse Vorteile.

Das Tungsten Drop Shot Round Gewicht kann super auf hartem Grund eingesetzt werden. Die Präsentation des Köders erhält durch das Wegrollen einen zusätzlichen Reiz, der die Räuber zum zuschnappen animiert.

Der Tungsten Drop Shot Stick wird hauptsächlich dort eingesetzt, wo bei steinigem Untergrund Hänger drohen. Dank der zylindrischen Form setzt sich das Gewicht deutlich weniger zwischen den Steinen fest als andere Formen. Jedoch kann es auch hervorragend auf weichem Grund eingesetzt werden.  Sobald das Gewicht den Grund erreicht hat, entsteht durch die seitliche Kippbewegung ein zusätzlicher Köderreiz.

Aber das Wichtigste ist: Fische mit dem, an was du glaubst und vertraust! Vertrauen in dein Rig und deinen Köder wird dir meistens mehr Fische ans Band bringen als alle Weisheiten zusammen. Die Natur bleibt unberechenbar. Zum Glück!

Ein kleiner Tipp. Du kannst das Rig auch hervorragend mit einem "action" Shad anbieten (Gummifisch mit Schaufelschwanz). Da die Bewegung hier jedoch durch den Druck des Schaufelschwanzes im Wasser und nicht durch die Rutenbewegung ausgelöst wird, wirfst du das Rig aus, lässt es absinken und ziehst es wieder ein. Dadurch bleibt dein Köder, im Gegensatz zum herkömmlichen Jiggen, immer auf der genau gleichen Höhe über Grund.

In den meisten Situationen wird der Köder wie folgt montiert:

classic hooked:

Vorteil: Der Softbait hält besser am Haken und geht weniger schnell verloren.

Nachteil: Je nach Grösse des Hakens und des Köders wird der Köder versteift und verliert sein natürliches Spiel.

nose hooked:

Vorteil: Der Softbait bleibt durchgängig weich und beweglich. Der Köder kann sein Spiel damit frei entfalten.

Nachteil: Je nach Gummimischung des Softbaits hält der Köder nicht so gut, wie wenn er klassisch aufgezogen wird.

nose hooked

action shad

no action shad

classic hooked

action shad

 
 
5. Wie montiere ich den Softbait korrekt auf den Haken?

Offset-Haken

Achte beim Offset-Haken immer darauf, dass dieser genügend Spielraum hat. Ist dieser nicht vorhanden, kann die Hakenspitze beim Biss nicht genügend austreten, um den Fisch zu haken.

Tipp: Bei dickbäuchigen Softbaits besteht die Möglichkeit im Bauch ein der Hakenlänge entsprechender Schnitt zu machen. Dadurch kann die Hakenspitze oben weiter aus dem Softbait austreten.

Beispiel 1

gut

ungenügend

Beispiel 2

Jig Head

Der Softbait muss gut auf dem Hakenschenkel halten. Trotzdem soll er nur so tief eingestochen werden, dass die Hakenspitze genügend hervorsteht und der Fisch damit sicher gehakt werden kann (Beispiel 1). Damit das Laufverhalten unter Wasser nicht eingeschränkt wird, muss der Softbait immer ganz gerade aufgezogen werden (Beispiel 2).

Beispiel 1

gut

ungenügend

Beispiel 2

gut

ungenügend

6. Knoten

Es gibt unzählige Knoten... Viele Knoten die super sind, einige die für spezielle Anforderungen entwickelt wurden und auch solche, die mehr versprechen als sie halten.

Wir zeigen dir die 2 Knoten, die aus unserer Sicht 95% der notwendigen Verbindungen abdecken können.

Ein einfacher Knoten, der zu 100% hält und für die meisten Verbindungen super geeignet ist, ist der verbesserte Clinch-Knoten. Damit lassen sich Gewichte, Wirbel, Karabiner, Haken und dergleichen befestigen.

Der Knoten, der eure geflochtene Hauptschnur perfekt mit dem Fluorocarbon-Vorfach verbindet, ist der Albright-Knoten. Bei dickeren Fluorocarbon-Vorfächern, die teils beim Hechtangeln eingesetzt werden, ist jedoch beispielsweise der FG-Knoten besser geeignet.

 

Verbesserter Clinch-Knoten

Je nach Schnurstärke wickelt ihr das Schnurende zwischen 6 bis 12 mal um die Hauptschnur. Vor dem Festziehen unbedingt den Knoten befeuchten und anschliessend das überstehende Schnurende abschneiden.

Albright-Knoten

Macht mindestens 8 Wicklungen. Bei glatten und fein geflochtenen Schnüren können es auch mehr sein, denn bei zu wenigen Wicklungen kann die Schnur durchrutschen. Mühsam, wenn euch das beim Zusammenziehen passiert, aber noch viel weniger schön einen Fisch so zu verlieren, der auch noch mit einem Vorfach und Haken im Mund herumschwimmen muss. Vor dem Festziehen unbedingt den Knoten befeuchten und anschliessend die überstehenden Schnurenden abschneiden.

 

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